Pflege und Beruf: Wie können Arbeitgeber unterstützen?

10.10.2020

Pflege auf die Agenda setzen

Mehr als die Hälfte aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland wird zu Hause durch erwerbstätige Angehörige versorgt. Der Spagat zwischen dem Beruf und dem Einsatz für nahestehende Menschen verlangt den Pflegenden viel ab. Oft benötigen die zu pflegenden Angehörigen schon vor dem ersten Pflegegrad eine regelmäßige Betreuung und Hilfe im Alltag.

Für Unternehmen sind aus unserer Sicht drei Dinge entscheidend:

  1. Denken Sie daran, dass die genannte Doppelbelastung pflegende Beschäftigte in Ihrem Betrieb oftmals an die Grenze ihrer Belastbarkeit führt, sie sich aber häufig nicht von allein hilfesuchend an Sie wenden.
  2. Sie können dafür sorgen, dass alle Informationen rund um das Thema Pflege zielgruppengerecht, aktuell und übersichtlich in Ihrem Intranet, am Schwarzen Brett, in hauseigenen Printmedien, in sozialen Medien und über Informationsveranstaltungen bekannt gegeben werden.
  3. Auf der Grundlage einer Beschäftigtenbefragung mit dem Schwerpunkt Pflege können Sie einen Prozess aufsetzen, der für alle Beschäftigten, deren Angehörige plötzlich dringend Hilfe benötigen, quasi automatisch greift. Das reicht vom Benennen von Ansprechpersonen, wie beispielsweise Pflegelotsen, bis zu Informationen zur Beratung und zu rechtlichen Ansprüchen.

Wie dies in der Praxis umsetzbar ist, lesen oder sehen Sie in dieser Ausgabe, etwa am Beispiel der Sparkasse Amberg-Sulzbach oder in der filmischen Dokumentation eines Austauschs von Praxisbeispielen im Rahmen unseres digitalen Unternehmenstags.

Stellung zu unserer These beziehen in dieser Ausgabe Oliver Zwirner, Geschäftsführer des Softwareunternehmens Inworks GmbH, und Myriam Maierhofer, Organisations- und Personalentwicklung beim Landschaftsverband Rheinland.

 Quelle: https://www.erfolgsfaktor-familie.de/netzwerken/forum-so-geht-vereinbarkeit/arbeitgeberattraktivitaet/pflege-auf-die-agenda-setzen.html 

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